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Das Hausarztmodell erklärt

Mit dem Hausarztmodell sparen Sie Prämien und haben in Ihrem Hausarzt eine Vertrauensperson, die Ihre Krankheitsgeschichte kennt. Wie funktioniert dieses Versicherungsmodell in der Praxis?

So funktioniert das Hausarztmodell in der Praxis. Wird das Video nicht richtig angezeigt, klicken Sie hier.

Im Hausarztmodell wählen Sie einen persönlichen Hausarzt aus der Sanagate-Ärzteliste. Dieser ist immer Ihre erste Ansprechperson für gesundheitliche Anliegen und er koordiniert Ihre medizinische Versorgung. Das bedeutet, dass Sie von Ihrem Hausarzt gegebenenfalls an Dritte (z. B. an Spezialisten oder Spital) überwiesen werden.

Vorteile des Hausarztmodells

  • Ihre medizinische Versorgung ist optimal koordiniert

Ihr Hausarzt kennt Ihre Krankheitsgeschichte bestens und er kann das optimale Vorgehen bei Ihrer medizinischen Versorgung koordinieren. Somit werden Doppelbehandlungen vermieden.

  • Augen- und Frauenarzt frei wählbar

Augenärzte sowie Gynäkologen können Sie direkt konsultieren. Für solche Untersuchungen müssen Sie sich nicht zuerst an Ihren Hausarzt wenden.

  • Notfall

Auch im Notfall wenden Sie sich zuerst an Ihren Hausarzt. Er kennt Ihre Allergien oder sonstige wichtigen Fakten zu Ihrer Krankengeschichte. Ist Ihr Hausarzt nicht erreichbar, haben Sie die Möglichkeit, an dessen Stellvertreter oder an den Notfalldienst zu gelangen. Eine allfällige Nachkontrolle führt Ihr Hausarzt durch. Sollte eine Kontrolluntersuchung beim Notfallarzt nötig sein, muss dies Ihr Hausarzt  bestätigen.

WICHTIG

  • Überweisungsbestätigung

Wenn Sie Ihr Hausarzt an einen Spezialisten verweist, denken Sie immer an das Überweisungsformular, welches Ihnen Ihr Hausarzt ausfüllt und Sie der Sanagate anschliessend umgehend einreichen (Überweisungsformular herunterladen).

Damit Sanagate allfällige Leistungen übernehmen kann, ist die Überweisungsbestätigung Ihres Hausarztes zwingend nötig. Grundsätzlich wäre es Aufgabe eines Spezialisten, auf seiner Rechnung zu vermerken, von wem ein Patient überwiesen wurde. Leider ist diese wichtige Information aber nicht immer gewährleistet, weshalb Sanagate auf die Mithilfe der Versicherten angewiesen ist. Nur so können wir die Leistungskosten prüfen und auch langfristig tiefe Prämien anbieten.

Natürlich kann uns Ihr Hausarzt eine Überweisung auch per E-Mail mitteilen oder der Spezialist vermerkt in seiner Rechnung, dass Sie von Ihrem Hausarzt überwiesen worden sind. Wichtig ist letztlich, dass für Sanagate bei der Leistungsabrechnung ersichtlich ist, dass Sie von Ihrem Hausarzt an einen Spezialisten überwiesen wurden.

  • Verlängerung von Therapien mit Ihrem Hausarzt besprechen

Ihnen ist beispielsweise eine Physiotherapie von neun Sitzungen verordnet worden. Nach Ablauf der Therapie ist für den Therapeuten aber klar, dass weitere Sitzungen nötig sind, bis Sie vollständig genesen. Eine Verlängerung der Therapie müssen Sie zuerst mit Ihrem Hausarzt besprechen. Es ist ebenfalls eine Bestätigung mittels Überweisungsformular, Bestätigungs-E-Mail Ihres Hausarztes oder Vermerk auf der ärztlichen Verordnung notwendig.

  • Regelmässige Behandlungen bei einem Spezialisten

Sind in einem speziellen Fall regelmässige Konsultationen bei einem Spezialisten über einen längeren Zeitraum nötig, kann Ihnen Ihr Hausarzt eine «Dauerüberweisung» für die bestimmte Zeit ausstellen.

  • Überweisungsbestätigung auch für Nachkontrollen im Spital

Ihr Hausarzt hat Sie beispielsweise zur Blinddarmoperation ins Spital überwiesen. Dies wurde Ihrer Versicherung korrekt gemeldet. Nach der Operation bietet Sie das Spital einige Wochen später zur Nachkontrolle auf. Nun ist es wichtig, dass Sie Ihren Hausarzt über diese Kontrolle informieren. Hierbei genügt ein Anruf oder ein E-Mail, in welchem Sie Ihren Hausarzt bitten, die Notwendigkeit der Kontrolle bei Sanagate zu bestätigen.

  • Kuren und Therapien bestätigen lassen

Werden Sie nach einem Spitalaufenthalt in eine Bade- oder Erholungskuranstalt eingewiesen, müssen Sie ebenfalls zuerst das Einverständnis Ihres Hausarztes einholen und der Sanagate das Überweisungsformular zustellen.

  • Generika verwenden

Verschreibt Ihnen Ihr Arzt ein Medikament, erkundigen Sie sich immer nach einem Generikum. Beziehen Sie ein Originalpräparat anstelle eines Nachahmerproduktes, können die Kosten nur zu 50 % durchSanagate übernommen werden.

Ausnahme: Sind Sie aus medizinischen Gründen auf das Originalpräparat angewiesen, gilt die Regelung nicht. Jedoch muss der Versicherung eine schriftliche Bestätigung des Arztes vorliegen, dass die Kosten entsprechend übernommen werden können.

Weshalb diese Regelungen?

Durch die Informationspflicht Ihres Hausarztes kann Ihre medizinische Versorgung optimal koordiniert werden. Zudem profitieren Versicherte im Hausarztmodell von attraktiven Prämienrabatten. Damit dies auch in Zukunft möglich ist, ist es wichtig, dass alle Versicherten mithelfen und durch das Einhalten des Reglements Kosten eingespart werden können. Durch die Informationspflicht ist sichergestellt, dass keine unnötigen Spezialisten-Besuche Kosten verursachen oder das eine Therapie länger dauert als notwendig.

Haben Sie Fragen zum Hausarztmodell? Unser Contact Center ist gerne für Sie da unter 0800 347 358 (Mo–Fr von 8.00 bis 12.00 Uhr). Einfach und bequem können Sie Ihr Anliegen auch einreichen an: office.de@sanagate.ch.

Mehr Informationen zu den verschiedenen Versicherungsmodellen finden Sie auf www.sanagate.ch.

Reglement Hausarzt-Versicherung

6 Kommentare

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  1. Stehrenberger Paul | 11.08.2014 um 14:06

    Ich finde es NICHT GUT, dass ich die Rechnung zuerst selber bezahlen muss. Was geschieht, wenn der Kunde die Rechnungssumme nicht verfügbar hat? Der Arzt hat auch ein Anrecht, dass er pünktlich für seine Arbeit bezahlt wird. Wenn ihre Leistung erst nach 20 Tagen erfolgt. so ist dies nicht möglich.
    Danke für eine konstruktive Antwort.

    1. Désirée Seuret | 13.08.2014 um 08:49

      Lieber Herr Stehrenberger
      Besten Dank für Ihre Meinung.
      Im Grundsatz sieht das Gesetz vor, dass Sie als versicherte Person den Leistungserbringern die Vergütung der Leistung schulden – sofern Ihr Versicherer und der Leistungserbringer (z. B. Spitäler) nichts anderes vereinbart haben. Sie als versicherte Person haben in diesem Fall Anspruch auf Rückerstattung durch Ihren Versicherer (System des Tiers garant). Wir verstehen aber Ihren Einwand betreffend finanzielle Engpässe. Deshalb empfehlen wir Ihnen als versicherte Person wie folgt vorzugehen:

      Wenn Sie als Patient die Rechnung vom Arzt erhalten, haben Sie 30 Tage Zeit, die Rechnung zu begleichen. Wenn Sie uns den Rückforderungsbeleg/Rechnung sofort nach Erhalt einreichen, ist gewährleistet, dass Sie die Rückvergütung des zu bezahlenden Betrages rechtzeitig – und bevor die Zahlungsfrist fällig wird – erhalten.

      Zudem sollten Sie als Patient die Rechnung vorgängig kontrollieren, bevor Sie diese an die Krankenversicherung weiterleiten. Nur Sie als Behandelter können beurteilen, welche Leistungen wirklich erbracht wurden, und Fehler in der Abrechnung direkt bei Ihrem Arzt beanstanden. Wir als Krankenversicherer können lediglich die vertraglich vereinbarten Tarife sowie den finanziellen Ansatz (Taxpunktwert) überprüfen.
      Weitere Anregungen nehmen wir gerne entgegen und wünsche Ihnen einen guten Rest der Woche.

      Freundliche Grüsse
      Ihr Sanagate-Team

  2. Samuel Strub | 17.08.2014 um 20:45

    Mit grossem Erstauen habe ich den 3ten Abschnitt (Zudem sollten Sie als Patient die Rechnung vorgängig kontrollieren, bevor Sie diese an die Krankenversicherung weiterleiten. Nur Sie als Behandelter können beurteilen, welche Leistungen wirklich erbracht wurden, und Fehler in der Abrechnung direkt bei Ihrem Arzt beanstanden.) in Ihrer Antwort an Hr. Stehrenberger gelesen. Unser Sohn wir durch ein Spital behandelt wo die Sanagate die Rechnungen direkt bezahlt und ich jeweils nur die Sanagate-Rechnungen mit Selbstbehalt/Franchise erhalte. Ich erhalte nicht mal eine Kopie der Spitalleistungen und kann somit keine Kontrolle durchführen. Leider stosse ich bei Ihnen (bis jetzt) auf taube Ohren, gerne zeige ich ihnen den Briefverkehr den ich mit Ihnen im 2013 geführt habe!!!

    1. Désirée Seuret | 18.08.2014 um 14:47

      Lieber Herr Strub

      In Fällen, bei denen ein Leistungserbringer wie etwa ein Spital direkt mit der Versicherung abrechnet, ist das Spital gemäss Gesetz (Krankenversicherungsgesetzt KVG Art. 42 Abs. 3) verpflichtet, Ihnen als versicherte Person direkt eine detaillierte Rechnungskopie zuzustellen. Da dies in Ihrem Fall anscheinend nicht eingehalten wurde, können Sie uns gerne unter leistungen@sanagate.ch angeben, um welche Abrechnung es sich handelt. So können wir Ihnen anschliessend die entsprechende Spital-Rechnung noch zustellen.

      Sonnige Grüsse und einen guten Wochenstart
      Ihr Sanagate-Team

  3. Tobias | 19.11.2016 um 09:05

    GutenTag

    Wenn ich in der Grundversicherung im Hausarztmodell und in der Zusatzversicherung halbprivat mit freier Arztwahl versichert bin, muss dann ebenfalls mein Hausarzt als erster kontaktiert werden?

    1. Désirée Seuret | 22.11.2016 um 17:45

      Lieber Tobias

      Bei Behandlungen, die über die Grundversicherung gedeckt sind, müssen Sie im Hausarztmodell immer zuerst den Hausarzt kontaktieren – unabhängig von allfälligen Zusatzversicherungen.

      Behandlungen im Spital sind oftmals durch die Grundversicherung gedeckt, weshalb Sie Spitalbehandlungen grundsätzlich immer zuerst mit Ihrem Hausarzt absprechen sollten. Wenn Sie z. B. eine Operation vor sich haben, konsultieren Sie vorgängig Ihren Hausarzt, der Sie dann ans Spital verweist. Die Behandlungskosten (auf der Allgemeinen Abteilung) sind meist durch die Grundversicherung gedeckt – wenn Sie den Eingriff vorgängig nicht mit Ihrem Hausarzt besprechen würden, könnten die „Basis“-Kosten im Hausarztmodell nicht übernommen werden, sondern lediglich die „Mehrkosten“ für die halbprivate Behandlung durch die Zusatzversicherung.

      Allerdings kommen bei manchen Zusatzversicherungen hinsichtlich der „freien Arztwahl“ Einschränkungen je nach abgeschlossene Grundversicherungsmodell zum Tragen. Für die genauen reglementarischen Bestimmungen einer Zusatzversicherung wenden Sie sich am besten immer direkt an Ihre Versicherung. Bei der Spitalversicherung von Sanagate gelten die Bestimmungen des Hausarztmodelles auch für eine allfällig abgeschlossene Spitalversicherung.

      Wenn Sie notfallmässig ins Spital müssen, informieren Sie Ihren Hausarzt anschliessend über die Behandlung. Allfällige Nachkontrollen oder Folgebehandlungen müssen Sie dann wieder vorgängig mit Ihrem Hausarzt besprechen.

      Sollten Sie Fragen zu einer konkreten Behandlung oder einer Sanagate-Zusatzversicherung haben, können Sie sich auch gerne direkt bei uns melden.

      Freundliche Grüsse
      Ihr Sanagate-Team