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Generika: Was sie bewirken

Als Nachfolgeprodukte von bewährten Präparaten sind Generika genauso wirksam wie Originale und schonen ausserdem das Portemonnaie.

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Ein Generikum ist ein Arzneimittel oder ein Medikament, das die gleichen Wirkstoffe wie das Originalpräparat enthält und dieses deshalb ersetzen kann. Generika gelten auch als Nachfolgeprodukte, weil sie den Originalpräparaten auf den Markt folgen, wenn deren 15-jähriger Patentschutz abläuft.

Sofern Generika in derselben Dosierung eingenommen werden, wirken sie genau gleich wie ihre Originale und müssen auch dieselben Qualitätsanforderungen erfüllen. Unterscheiden können sie sich allenfalls in ihren Hilfsstoffen (Salze, Zucker, Farbstoffe) und in ihrer Darreichungsform (Kapseln, Zäpfchen, Brausetabletten).

Die Einnahme von Generika bietet sich besonders bei erstmaliger Behandlung von Beschwerden oder Krankheiten an. Ist ein Patient seit längerer Zeit auf ein Originalpräparat eingestellt (z.B. bei Diabetes oder Epilepsie), sollte vor einer Umstellung auf ein Generikum der behandelnde Arzt konsultiert werden.

Generika können sich auszahlen

Generika haben einerseits den Vorteil, dass sie deutlich günstiger sind als Originale. Anderseits werden die Kosten für Generika zu einem grösseren Teil von Ihrer Versicherung übernommen, als das bei Originalpräparaten der Fall ist. Das bedeutet, dass Sie sich bei einem Generikum in der Regel lediglich mit 10% Selbstbehalt beteiligen. Bei einem Originalpräparat hingegen müssen Sie in vielen Fällen 20% des Preises selber übernehmen

Dieser sogenannte erhöhte Selbstbehalt kann seit Juli 2011 auf Originalpräparate erhoben werden. (Anpassung Art. 38a Krankenpflege-Leistungsverordnung KLV). Weshalb kann Ihnen aber auch bei einem Generikum in Ausnahmefällen der erhöhte Selbstbehalt von 20% belastet werden?  Massgebend dafür ist die vom BAG geführte Liste „Arzneimittel mit erhöhtem Selbstbehalt“. Darauf sind Medikamente aufgeführt, die einen bestimmten Höchstpreis übersteigen und der Bund deshalb ebenfalls vorsieht, dass sich Patienten mit 20% an den Kosten beteiligen. In den alternativen Versicherungsmodellen (SanaCall und Hausarzt-Modell) beläuft sich der Selbstbehalt für solche Medikamente gemäss Reglement sogar auf 50%.

Kein erhöhter Selbstbehalt wird verrechnet, wenn ein Originalpräparat aus medizinischen Gründen vom Arzt zwingend verschrieben wird oder bei Originalmedikamenten, für welche es keine Generika gibt.

Aufgrund der regelmässigen Preisänderungen lohnt es sich, dass Sie sich beim Bezug eines verordneten Arzneimittels beim Arzt oder Apotheker nach dem aktuell gültigen Selbstbehalt erkundigen.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

Es lohnt sich ausserdem, bei der Behandlung gezielt nach Generika zu fragen. Denn auch wenn die Ärzte dazu aufgefordert werden, falls möglich das günstigste Medikament zu verschreiben, geht das bisweilen in der Praxis unter.

Informieren Sie sich auf unserer Website und erfahren Sie mithilfe der Generika-Suche, wie viel Sie sparen können, wenn Sie sich für ein Generikum entscheiden.

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