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Heisse Luft im Winter

Nasskalte Tage und Sehnsucht nach Wärme? Dann gönnen Sie sich einen Besuch in der Sauna. Das Schwitzen in der Sauna ist gesund und macht gute Laune.

Heisse Luft im Winter

FOTOLIA

Der Sauna-Trend ist längst nicht nur in Skandinavien anzutreffen. Auch hierzulande findet man professionelle Saunalandschaften, oftmals integriert in Hotelanlagen und Fitnesscenter. Manch einer gönnt sich sogar den Luxus einer eigenen Heimsauna. Regelmässige Saunagänge stärken das Immunsystem und können insbesondere in der kalten Jahreszeit das Wohlbefinden steigern.

Die finnische Sauna

Die wohl bekannteste Form der Sauna ist die finnische Sauna. Die aus Holz ausgestatteten Saunen werden zwischen 80 bis 105 Grad Celsius erhitzt. Im Innern befinden sich ein Ofen und Sitzbänke in unterschiedlichen Höhen. Je höher man sich in der Sauna hinsetzt, desto wärmer ist es. Um die Luftfeuchtigkeit in der finnischen Sauna zu steigern, wird ein Aufguss gemacht. Beim Aufguss wird eine Kelle Wasser über die heissen Steine gekippt. Der sich entwickelnde Wasserdampf erhöht die Luftfeuchtigkeit und lässt uns noch mehr Schwitzen. Besonders wohltuend für die Sinne sind Aufgüsse mit ätherischen Ölen wie beispielsweise Eukalyptus oder Kiefer. Der Aufguss gilt als Höhepunkt eines Saunaganges und wird wenige Minuten vor dem Verlassen der Sauna durchgeführt.

Tipps für Anfänger

Saunieren braucht etwas Übung. Nicht jeder Körper empfindet die Hitze sofort als angenehm. Darauf sollte unbedingt Rücksicht genommen werden. Wir empfehlen ein langsames Herantasten was die Saunadauer und die Intervalle angeht. Hier erhalten Sie die wichtigsten Tipps für ein angenehmes Schwitzbad:

  • Vorbereitung: Trinken Sie über den ganzen Tag verteilt genügend Wasser. Vor der Sauna sollten Sie sich unter der heissen Dusche reinigen und sich so auf die Wärme vorbereiten. Trocknen Sie sich gut ab und begeben Sie sich ohne Textil und ohne Badeschlappen in die Saunakabine. Wenn möglich sollten Sie auch Schmuck und Brille absetzen. Die Brille beschlägt sonst und der Metallschmuck wird sehr heiss.
  • Sauna nach Körpergefühl: Setzen Sie sich zuerst auf die mittlere Bankstufe auf Ihr Badetuch. Gewöhnen Sie sich an die Temperatur und versuchen Sie die körperdurchdringende Wärme zu geniessen. Wenn Sie die Hitze gut vertragen, können Sie sich auf die dritte Stufe legen. Wenn Sie zu schwitzen beginnen, ist dies ein gutes Zeichen. Geniessen Sie die Wärme für ca. 8 bis 15 Minuten. Setzten Sie sich vor dem Verlassen der Sauna hin. Aber hören Sie gut auf Ihren Körper: Ist Ihnen unwohl, verlassen Sie schon früher die Sauna.
  • Abkühlen und Ruhen: Kühlen Sie sich mit der Duschbrause von unten nach oben langsam ab. Bitte nie mit dem Kopf zuerst unter das kalte Wasser. Sie können sich auch im Kaltwasserbecken abkühlen. In einer öffentlichen Sauna sollten Sie sich davor aber kurz abduschen, damit auch der Gast nach Ihnen ein sauberes Wasserbecken vorfindet. Durch das Abkühlen ziehen sich Blutgefässe und Poren zusammen. Mit einem kurzen, warmen Fussbad öffnen Sie diese wieder und vermeiden so starkes Nachschwitzen. Nach dem Abkühlen heisst es gut abtrocknen, Bademantel anziehen und ruhen. Lesen Sie zum Beispiel in einem Buch oder lauschen Sie entspannende Musik.
  • Wiederholung: Wiederholen Sie den Saunagang ein- bis zweimal. Aber nur, sofern Sie sich dabei gut fühlen. Sind die Saunagänge abgeschlossen, trinken Sie reichlich Wasser oder ungesüssten Tee und vermeiden Sie Alkohol und körperliche Anstrengung.

Wir wünschen viel Spass und gute Erholung bei Ihrem nächsten Saunagang.