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Krank Sport treiben – Wo liegen die Grenzen?

Es heisst: Sport und frische Luft stärken das Immunsystem. Aber gilt das auch im angeschlagenen Zustand? Was kann man dem Körper dann zumuten? Darf man sich trotz Krankheit sportlich betätigen? Ein Profisportler gibt Antworten.

Kranke Frau beim Sport

Haben Sie Fieber, sollte der Körper mit Sport nicht noch mehr gefordert werden. FOTOLIA

Der Sommer hat sich bereits verabschiedet. Mit dem Regen kamen aber leider auch die Erkältungen. Die Nase läuft und der Hals ist gereizt, nicht selten werden diese Symptome von Fieber und Müdigkeit begleitet.

Fieber:

Weist das Thermometer eine Körpertemperatur von 38 Grad oder mehr auf, gilt striktes Sportverbot. Während Husten oder Halsschmerzen eine eigene Krankheit sind, ist Fieber eine Begleiterscheinung von anderen Krankheiten. Mit Fieber kommuniziert der Körper, dass er Ruhe braucht. Denn das Fieber schwächt unbemerkt unser Herz. Missachtet man diesen Hilferuf des Körpers, kann das schwerwiegende Folgen haben.

Selbst Profisportler Sandro Zurkirchen, Torhüter beim HC Ambri Piotta, verzichtet bei Fieber aufs Training. „Starkes Fieber und Training ist keine gute Mischung und kann gefährliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Wer den Körper zu früh und zu stark belastet, riskiert eine Verschleppung der Krankheit und muss so unter Umständen dem Sport nur noch länger fern bleiben”, erklärt er uns.

Das Fieber mit Medikamenten zu senken, um Sport treiben zu können, ist ebenfalls keine gute Idee. Auch wenn die Temperatur aufgrund von Arzneimittel unter 38 Grad sinkt, ist die Ursache, welche das Fieber hervorrief, noch nicht beseitigt. Also gönnen Sie sich besser Pause und starten Sie danach mit vollem Elan neu durch.

Erkältung ohne Fieber:

gfroerli_tBei Erkältungen ohne Fieber sieht das Ganze etwas anders aus. Der Körper ist geschwächt und sportliche Höchstleistungen sind nicht zu erwarten. Wer sich jedoch fit genug fühlt, um eine Runde um den Block zu joggen, sollte dies auch tun. „Etwas Bewegung kann sogar dazu führen, dass man sich schneller wieder fit fühlt”, weiss Sandro Zurkirchen aus eigener Erfahrung. Wichtig dabei zu beachten ist, dass man sich nicht überschätzt. Lieber die Route etwas kürzen und mehrere Pausen einbauen, um den Körper nicht zu überfordern. Ein weiterer Tipp vom Profisportler: Viel trinken und sich nach dem Sport genügend Ruhe, Erholung und Schlaf gönnen.

Sport nützt aber nur dann etwas, wenn man auch Lust dazu hat. Es ist also auch durchaus in Ordnung, die Erkältung zuhause in der warmen Stube bei Tee und Suppe auszukurieren.

Sandro Zurkirchen sieht das natürlich etwas anders; sobald bei ihm das Fieber weg ist, schnürt er seine Schlittschuhe und wirft sich in die Torhüterausrüstung. Schliesslich ist der Sport aber auch sein Beruf, und aufgrund eines Schnupfen oder Husten bleiben wir ja auch nicht unserer Arbeit fern.

Wie sehen Sie es mit Erkältungen und Sport?

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Hausmittel gegen Erkältung

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