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Magenbrot und das Gute darin

Das Magenbrot gehört zu den beliebten Klassikern an jeder Chilbi oder Herbstmesse. Der Geschmack ist unverwechselbar und auch die Aufmachung in den Rosa-Tütchen ist typisch für das herbstliche Gebäck. Doch was steckt genau drin?

Magenbrot

Magenbrot

Das traditionelle Magenbrot mit dunkler Zuckerglasur erinnert durch seine Form an winzige Brotscheiben und erfreut die kleinen und grossen Marktbesucher jedes Jahr aufs Neue. Viele Stände kaufen das Magenbrot bei einem Hersteller ein, manche bieten aber auch Magenbrot aus eigener Rezeptur an.

Original-Rezept und Herkunft

Welches das Original-Rezept ist, scheint unklar zu sein. Im Internet finden sich unzählige Variationen. Die leckere Spezialität entstand ursprünglich im Raum Nordschweiz und Süddeutschland und war früher als Kräuterbrot bekannt. Erste Rezepturen sind bereits in Kochbüchern aus dem 19. Jahrhundert zu finden, diese haben allerdings nicht sehr viel mit dem heutigen Magenbrot gemeinsam. Laut dem „Verein Kulinarisches Erbe der Schweiz“ kommen die älteren Rezepte ohne die süsse Glasur aus und werden als gewürzte Mandel-Zucker-Eier-Masse beschrieben. Eine andere These besagt, dass die Bäcker früher die alten Brotresten zu einem Zuckersirup hinzugaben und mit Mehl und exotischen Gewürzen zu einen Teig verarbeiteten. Ein Lebkuchen-Magenbrot wurde erstmals in einem Fachbuch im Jahre 1946 erwähnt.

Was steckt heute drin?

Das Magenbrot von heute enthält reichlich Zucker und Honig. Für die dunkelbraune Brotfarbe wie auch für die Zuckerglasur wird Schokolade verwendet. Den Namen verdankt das Magenbrot seinen Gewürzzutaten. Es enthält magenfreundliche Gewürze, die insbesondere in der Weihnachtszeit anzutreffen sind. Zimt, Anis, Nelkenpulver und Muskat verleihen dem Magenbrot den typischen Geschmack. Den Gewürzen wird mitunter folgende Wirkung nachgesagt:

  • Zimt reguliert den Blutzuckerspiegel und wirkt antibakteriell
  • Anis hilft gegen Verdauungsbeschwerden und Erkältungen
  • Nelkenpulver wirkt antibakteriell und hilft gegen Antriebsschwäche
  • Muskatnuss dient als Stärkung der Verdauung und der Nerven

Auch wenn die Gewürze als magenfreundlich gelten, ist beim Konsum auf ein gesundes Mass zu achten. Denn auch hier kann ein Zuviel an Gewürzen und Zucker den Magen und die Verdauung überfordern.

Selber Backen und nach Belieben verfeinern

Wer den Genuss von Magenbrot liebt, aber den Rummel an der Herbstmesse oder Chilbi umgehen möchte, schnappt sich am besten ein Rezept aus dem Netz und versucht sich in der eigenen Backstube. So können Sie sogar mitbestimmen, wie süss Ihr eigenes Magenbrot werden soll und bei Belieben das Rezept zum Beispiel mit kandierten Früchten verfeinern.

Kennen Sie ein Kräuterbrot aus vergangenen Zeiten oder finden Sie eines in Grossmutters Rezeptbuch? Dann teilen Sie doch hier Ihr Rezept mit uns.