einfach versichert

Spitalaufenthalte: Was ist wichtig?

Wie bereitet man sich auf einen Aufenthalt im Spital vor? Und was bezahlt Ihre Versicherung bei einem Spitalaufenthalt? Diese Erklärungen erleichtern Ihnen den Eintritt ins Spital.

Der Arzt muss Sie über Zustand und Vorgehen aufklären.

Erklären, was Sache ist: Die ärztliche Aufklärungspflicht ist rechtlich vorgeschrieben. Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstehen. ISTOCKPHOTO

Vorgehen in Notfällen

01.15 Uhr: Mitten in der Nacht war er plötzlich da. Der stechende Schmerz auf der rechten Seite – als würde mich ein Schwert durchbohren.

01.30 Uhr: Ich rufe die medizinische Notfallnummer, die auf meiner Versicherungskarte steht, an. Das medizinische Fachpersonal rät mir, sofort die nächste Notaufnahme aufzusuchen.

02.00 Uhr: Auf der Notfallstation werden zuerst die Formalitäten erledigt: Eintrittsformular ausfüllen, Kontaktpersonen angeben, Versicherungskarte abgeben, Versicherungsklasse mitteilen. Versicherungsklasse?

„Haben Sie eine Zusatzversicherung?” Auf der Versicherungskarten sind nur die Grundversicherungsdaten hinterlegt. Für Spitäler ist deshalb nicht ersichtlich, ob man als Patient z. B. halbprivat versichert ist. Deshalb lohnt es sich, wenn Sie stets über Ihre Versicherungsdeckung informiert sind.

02.45 Uhr: Der Befund ist eindeutig. Der Arzt erklärt mir das Vorgehen der Operation, der Narkosearzt bespricht mit mir die Risiken und zeigt mögliche Alternativen auf. Eine Unterschrift hier und eine Unterschrift dort zur Bestätigung, dass ich aufgeklärt wurde und das Spital jegliche Haftungen ablehnt. Und dann geht alles zackzack.

07.30 Uhr: Frühstück! Ohne Blinddarm, dafür mit Zwieback.

Wissen Sie, wie Sie bei einem Spitalaufenthalt versichert sind?

Prüfen Sie Ihre Police auf eine “Spitalversicherung” oder kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen haben.

Vorgehen bei geplanten Eingriffen – wie bereiten Sie sich auf den Spitalaufenthalt vor?

Bei einem geplanten Eingriff, können Sie das Vorgehen und den Spitalaufenthalt zusammen mit Ihrem Hausarzt planen. Dabei übernimmt Ihr Arzt die Koordination mit dem Spital. Das Spital wiederum klärt mit Ihrer Versicherung die Kostengutsprachen.

Im Idealfall* erhalten Sie zu gegebener Zeit lediglich die Eintrittsmeldung des Spitals zusammen mit allfälligen vorbereitenden Informationen für den Eingriff.

*Möchten Sie sich in einem Spital behandeln lassen, das nicht auf der Spitalliste Ihres Wohnkantons aufgeführt ist, besteht keine volle Kostendeckung aus der obligatorischen Grundversicherung. Deshalb würde das Spital mit Ihnen die Kosten und Alternativen besprechen.

Bild1Checkliste – Was müssen Sie mitnehmen?

In welchem Spital können Sie sich behandeln lassen?

Die Grundversicherung deckt Spitalaufenthalte und Behandlungen in der allgemeinen Abteilung in einem gemäss kantonaler Spitalliste anerkannten Spital. Welche Spitäler in Ihrem Wohnkanton anerkannt sind, können Sie den jeweiligen Listen entnehmen.

Sie möchten Sich in einem Spital behandeln lassen, das nicht auf der Liste Ihres Wohnkantons ist? Die Grundversicherung übernimmt dann max. die Kosten, die für einen Aufenthalt in einem auf der Spitalliste des Wohnkantons aufgeführten Spitals anfallen würden. Ausnahmeregelungen gelten dabei für Behandlungen im Notfall.

Möchten Sie die schweizweite freie Spitalwahl? Diese Wahlmöglichkeit bietet Ihnen eine zusätzliche Spitalversicherung. Sanagate bietet diese in verschiedenen Varianten an, die Sie je nach Budget und Bedürfnis wählen können.

Welche Versicherungsdeckung passt zu Ihnen?

  • Allgemein

Spitalaufenthalte und Behandlungen in der allgemeinen Abteilung in einem auf der Spitalliste des Wohnkantons aufgeführten Spital sind von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) gedeckt. „Allgemein” bedeutet in der Regel ein Mehrbettzimmer und keine freie Arztwahl.

Die freie Spitalwahl können Sie sich auch für die Allgemeine Abteilung durch eine Zusatzversicherung garantieren.

  • Halbprivat oder Privat

Wünschen Sie während Ihrem Aufenthalt etwas mehr Komfort, dann lohnt sich der Abschluss einer Spitalzusatzversicherung.

So können Sie z. B. „halbprivat” in einem Zweibettzimmer oder „privat” in einem Einzelzimmer liegen. Ebenfalls haben Sie als Halbprivat- oder Privat-Patient die „freie* Arztwahl“. Sie können wählen, ob Sie von einem Assistenz- oder einem Leitenden-Arzt behandelt werden möchten.

*sofern der gewünschte Arzt im Dienst und verfügbar ist.

Die Spitalversicherung von Sanagate bietet Ihnen besondere Flexibilität, so dass Sie bei jedem Spitaleintritt frei wählen können, auf welcher Abteilung (Allgemein, Halbprivat, Privat) Sie sich behandeln lassen möchten.

Was bezahlt die Versicherung?

Das Krankenversicherungsgesetz und die Tarifverträge definieren, welche Leistungen von der Grundversicherung gedeckt sind und zu welchem Tarif das Spital Leistungen in Rechnung stellen darf. Bei einem geplanten Eingriff klärt das Spital im Voraus die Kostengutsprache mit Ihrer Versicherung. Wenn ein Arzt nicht sicher ist, ob eine Behandlung von der Krankenkasse übernommen wird, muss er den Patienten darauf hinweisen.

Wie bei einem normalen Arztbesuch beteiligen sich Patienten an den Behandlungskosten mit der individuell gewählte Jahresfranchise sowie dem 10%igen Selbstbehalt. Zudem werden Ihnen für Ihren Aufenthalt pro Tag CHF 15.00 in Rechnung gestellt. Dieser sogenannte Spitalbeitrag symbolisiert die „normalen Alltagskosten” die Ihnen zu Hause etwa für Essen, Wasser und Strom auch anfallen würden.

Aufenthalte aufgrund Mutterschaft stellen dabei einen Spezialfall dar. Erfahren Sie mehr dazu im Beitrag „Gut versichert in die Schwangerschaft“.

Verstehen, was der Arzt sagt, ist Ihr Recht!

Als Patient muss Ihnen der Arzt erklären, was Sache ist. Die ärztliche Aufklärungspflicht ist rechtlich vorgeschrieben. Als Patient haben Sie das Recht auf:

      • Informationen über Ihren Gesundheitszustand und Diagnosen
      • Aufklärung über Massnahmen/Operationen, deren Zweck und Risiken sowie über mögliche Alternativen
    • Zustimmung bzw. Verweigerung bestimmter Untersuchungen, Behandlungen und Eingriffe
  • Einsicht in Ihre Krankengeschichte und Ihr Patientendossier
  • Schutz der Privatsphäre. Das Personal unterliegt dem Berufsgeheimnis und der Schweigepflicht

Den ärztlichen Erklärungen zu folgen, ist aber nicht immer ganz einfach. Deshalb fragen Sie immer nach, wenn Sie etwas nicht verstehen!

Bei Unklarheiten zu Ihrer Versicherungsdeckung sind wir gerne für Sie da.

Keine Kommentare

Please give us your valuable comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>