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Versicherungsbetrug – so dreist sind Abzocker

Wollen Sie, dass Ihre Prämienzahlungen in das Portemonnaie von Betrügern wandern? Wir auch nicht! Erfahren Sie, weshalb bei Ihrer Krankenversicherung Kriminalpolizisten arbeiten.

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Versicherungsbetrüger wollen Geld erschleichen, das die Prämienzahler berappen – melden Sie es, wenn auf einer Leistungsabrechnung z. B. ein Medikament aufgelistet ist, das Ihnen gar nicht abgegeben wurde. FOTOLIA

Arztrechnungen gleich doppelt und dreifach einreichen. Oder schnell die 100 Dollar für die Behandlung in den Ferien mit einem Strich in 400 umwandeln, damit man von seiner Versicherung mehr Geld ausbezahlt bekommt. Betrüger, die von Ihrer Versicherung Geld erschleichen wollen, sind einfallsreich und dreist. Aber nicht immer geschickt.

Kriminalpolizisten und Fachexpertinnen gegen organisierte Machenschaften

Wie viele Stunden hat ein Tag? 24. Ist ja klar, mögen Sie denken. Wenn Ihnen Ihr Sanitär also für einen Tag Arbeit 46 Arbeitsstunden in Rechnung stellt, würden Sie wohl auch skeptisch? „Auch wenn Hausärzte sehr lange Arbeitstage haben, ist es doch mehr als unwahrscheinlich, dass ein Arzt an einem Tag über 46 Behandlungsstunden durchführen kann”, erklärt Bettina Weibel, Leiterin Expertenwissen und Services bei der CSS.

Manche Betrugsfälle sind offensichtlich, wohingegen insbesondere Fälle aus dem Ausland oder von organisierten Machenschaften Expertenwissen und sorgfältige Nachforschungen bedürfen. Deshalb stellen Versicherungen Fachexpertinnen und ehemalige Kriminalpolizisten ein.

Entlarven auch Sie Betrugsfälle

Beim Mutterhaus der Sanagate, der CSS Versicherung, prüft ein vierköpfiges Team im Jahr über 400 Fälle von möglichem Versicherungsmissbrauch. Versicherungsbetrüger wollen Geld erschleichen, das die Prämienzahler berappen. „Mit jedem Betrugsfall, den wir aufdecken, leisten wir einen Beitrag gegen die Prämienerhöhung”, erklärt Bettina Weibel. Im vergangen Jahr konnten so Betrugsfälle von über drei Millionen Franken aufgedeckt werden, die sonst die Prämien belastet hätten.

„Auch die wachsamen Augen der Versicherten spielen im Kampf gegen die Betrüger eine wichtige Rolle”, erklärt Bettina Weibel. Dank Rückmeldungen von Versicherten wie „Ich habe eine Leistungsabrechnung für eine Behandlung bekommen, die gar nicht durchgeführt wurde” oder „Da wurden Medikamente abgerechnet, die mir gar nicht abgegeben wurden” könnten ebenfalls viele Betrugsversuche entlarvt werden.

Keine Chance und keine Gnade für Betrüger

Betrugsverdacht melden

Melden Sie Betrugsverdacht. FOTOLIA

Fliegt ein Betrug auf, muss der Abzocker mit einer Strafanzeige rechnen und verliert bei Zusatzversicherung auch sofort die Versicherungsdeckung. „Wir tolerieren keinen Betrug”, erklärt Bettina Weibel. „Unser Gesundheitswesen basiert auf dem Solidaritätsprinzip. Betrügern, die sich auf Kosten anderer bereichern wollen, lassen wir keine Chance.”

Haben Sie auf Ihrer Leistungsabrechnung ein Medikament oder eine Behandlung entdeckt, die Sie gar nicht in Anspruch genommen haben? Helfen Sie mit, Betrugsfälle aufzudecken und melden Sie uns dies: leistungen@sanagate.ch