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Was tun bei kalten Händen und Füssen?

Besonders im Winter haben wir mit Eisfüssen und -händen zu kämpfen. Was hilft ausser dicken Kuschelsocken sonst noch? Und warum ist vor allem bei dauerhaft kalten Händen oder Füssen Vorsicht geboten?

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Eine der häufigsten Ursachen für kalte Hände und Füsse ist Kälte von aussen. Wenn die Temperaturen sinken, versucht unser Körper, alle wichtigen Organe wie zum Beispiel das Herz vor der Kälte zu schützen. Damit diese Organe warm haben, wird den Händen und Füssen Wärme entzogen und umverteilt. Der Organismus verengt dazu die Gefässe und reduziert so den Transport von warmem Blut in Richtung der Hände und Füsse. Diese kühlen durch die schlechtere Versorgung mit Blut aus.

Auch Nässe kann zu eiskalten Händen und Füssen führen. Durch nasse Haut kommt es zu einer Verdunstungskälte, wenn die Feuchtigkeit auf der Haut die Wärme nach aussen abführt. Auch dann reagiert der Körper mit einer Verengung der Blutgefässe. Menschen mit Schwitzfüssen haben deshalb häufig auch mit kalten Zehen zu kämpfen.

Tipps gegen kalte Hände und Füsse

Eisfüssen und kalten Händen beugen Sie am besten vor, indem Sie die Durchblutung anregen. Besonders gut dafür ist ein Wechselspiel aus Wärme und Kälte, wie zum Beispiel ein Wechselbad oder ein Besuch in der Sauna. Oder hüpfen Sie im Winter kurz barfuss in den kalten Schnee. Danach sollten Sie die Füsse aber sofort gut trocknen und warm einpacken.

Auch mit diesen weiteren Tipps halten Sie Ihre Hände und Füsse warm:

  • Richtige Kleidung: Warme Socken und Handschuhe schützen vor Kälte. Die Schuhe sollten nicht zu eng sein, da sie sonst auf die Gefässe drücken und die Durchblutung erschweren.
  • Massagen: Sanfte Hand- oder Fussmassagen fördern die Durchblutung.
  • Cremes: Auch spezielle Cremes mit durchblutungsfördernden Wirkstoffen können helfen, Hände und Füsse aufzuwärmen.
  • Wasser trinken: Ein Flüssigkeitsmangel verdickt die Konsistenz des Bluts. Deshalb heisst es viel trinken, damit das Blut besser zirkulieren kann.
  • Bewegung: Raus an die frische Luft, denn auch regelmässige Bewegung regt die Durchblutung an.

Vorsicht bei dauerhaft kalten Händen und Füssen

Nicht immer sind Kälte und Nässe die Ursache von kalten Händen und Füssen. Diese können auch ein Warnsignal für eine Beeinträchtigung der Blutgefässe sein. Die Ursachen dafür können zum Beispiel sein:

  • Niedriger Blutdruck: Ein niedriger Blutdruck kann auch die Blutversorgung von Händen und Füssen beeinträchtigen.
  • Gefässverkalkungen: Gefässverkalkungen oder Ablagerungen in den Gefässen vermindern den Blutfluss. Sie entstehen durch Fette – vor allem Cholesterin führt zu Verengungen.

Und auch das Nervensystem spielt bei der Wärmeversorgung eine wichtige Rolle. Denn durch dieses reguliert der Organismus unter Einsatz von Hormonen den Blutfluss. Entsprechend können sich Nervenstörungen auf die Regulation von Kälte und Wärme auswirken. Zudem beeinflussen hormonelle Beschwerden die Wärmeregulation. Dazu gehört unter anderem eine Schilddrüsenunterfunktion.

Auch die Psyche wirkt sich auf unseren Körper aus. Durch das Nervensystem und die verschiedenen Hormone können psychische Beschwerden die Durchblutung beeinflussen. So ist auch zum Beispiel Stress eine potenzielle Ursache für kalte Hände und Füsse.