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Zahnunfall – was bezahlt die Versicherung?

Wenn’s an die Zähne geht, geht’s schnell auch ins Geld. Bei Zahnschäden wegen Unfalls springt die Versicherung ein – es sei denn, Sie haben beim Essen auf etwas Hartes gebissen.

Mann mit Zahnschmerzen (Fotolia)

Nur wenn Sie sich die Zähne an etwas “Ungewöhnlichem” beschädigen, sind die Zahnarztkosten von der Grundversicherung gedeckt. FOTOLIA

Besuche beim Zahnarzt beissen schnell ein Loch ins Portemonnaie. Wer aber wegen eines Unfalls zum Zahnarzt muss, muss immerhin die Rechnung nicht zu sehr fürchten. Wenn Sie sich z. B. bei einem Sturz die Schneidezähne abschlagen, gilt dies als Unfall und die entsprechende Versicherung beteiligt sich an den Kosten.

Personen, die mehr als acht Stunden pro Woche beim gleichen Arbeitgeber arbeiten, sind über die obligatorische Unfallversicherung z. B. SUVA versichert. Kinder oder nicht Berufstätige haben die Unfallversicherung in ihrer Krankenversicherung eingeschlossen. Das heisst, dass Ihre Krankenversicherung für die Unfallkosten aufkommt – allerdings immer unter Berücksichtigung von Franchise und Selbstbehalt.

Mehr zu diesem Thema haben wir für Sie im Artikel „Wer übernimmt Ihre Unfallkosten“ zusammengestellt.

Was ist ein Unfall?

 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungen (ATSG) Art. 4).

Kauschaden – bezahlt die Versicherung, wenn Sie auf was Hartes beissen?
Damit die Versicherung einen Kauschaden als Unfall anerkennen kann, muss insbesondere der „ungewöhnliche äussere Faktor“ vorliegen. Beim Verzehr von einigen Speisen ist es jedoch nicht „ungewöhnlich“, wenn man auf etwas Hartes beisst resp. man muss damit rechnen.

Nusstorte
Bei einem feinen Stück Nusstorte muss man immer davon ausgehen, dass sich neben den Nüssen noch ein Stückchen Schale eingeschlichen hat. Wenn Sie sich daran z. B. eine Plombe ausbeissen, ist der Begriff „nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines äusseren Faktors“ zwar erfüllt. Weil man aber mit etwas Schale rechnen muss, ist allerdings der Begriff „ungewöhnlich“ nicht erfüllt. Deshalb kann sich die Unfallversicherung in einem solchen Fall nicht an den Zahnarztkosten beteiligen.

Chriesi-Kuchen
Auch bei einem Chriesi-Kuchen kann mal ein Stein in der Frucht bleiben. Aber auch diese Übeltäter sind nicht „ungewöhnlich“, weshalb die Kosten nicht von der Versicherung gedeckt sind.

Hackfleisch
Aufgrund des Verarbeitungsprozesses von Hackfleisch kann es vorkommen, dass sich im Fleisch auch Knorpel oder Knochensplitter finden. Davon muss allerdings ausgegangen werden und wer sich dabei seine Zähne beschädigt, muss die Zahnarztrechnung selber bezahlen.

3-Königskuchen
Jeder hofft, dass er ihn erwischt – aber bloss nicht zu fest drauf beissen! Denn wenn Sie sich am König die Zähne ausbeissen, müssen Sie ebenfalls selber für die Zahnarztkosten aufkommen.

Ist der Unfallbegriff nicht erfüllt und daher eine Kostenübernahme aus der Grund- resp. Unfallversicherung nicht gegeben, beteiligen sich diverse Zusatzversicherungen an den Zahnarztkosten. Die Zahnpflegeversicherung von Sanagate beteiligt sich beispielsweise an sämtlichen Kosten für Zahnbehandlungen, die von der Grundversicherung nicht gedeckt sind.

Falls Sie Fragen zu bestimmten Kostendeckungen haben, sind wir gerne für Sie da und wünschen Ihnen einen guten Appetit ohne unerwartete Zwischenfälle.

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